von Haugwitz

(v. H.-Hardenberg-Reventlow)

Stammsitz Haubitz, n. Borna
(eines Stammes mit denen von Rechenberg)


Schlesisches Wappenbuch von Crispin und Johann Scharffenberg

Tafel 93, Nr. 3

New Wapenbuch 1605

Seite 153, Nr. 7

Theatrum Saxonicum 1608

I, 84

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 607

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

1. Teil, Seite 464-511; 2. Teil, Seiten 8, 163, 274, 275, 279, 316, 369, 413, 425, 426, 448, 466, 468, 469, 472, 473, 549, 559, 593, 618, 621, 642, 644, 701, 702, 757, 763, 1072, 1073, 1077, 1166; 3. Teil, Seiten 74, 116, 120, 163, 168, 169, 170, 313, 410, 495, 498, 773, 792, 793, 800, 943, 944, 987, 991, 1043, 1052, 1104, 1155, 1175, 1212, 1217, 1231

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 518

Siebmacher’s großes Wappenbuch

III, 1. Abt. Seite 12

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IV, 243

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 98

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 63

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 143-145

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 97

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1906-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1828-1942

Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815

I, 666

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 18, 43, 63, 94


»Haugwitz.  Evangelisch und katholisch. - Meißnischer, über die Lausitz nach Schlesien gekommener Uradel mit gleichnamigem Stammhause im erzgebirgischen Kreise (eines Stammes mit denen von Rechenberg), der mit Sifridus de Hugwitz 1225 urkundlich (Orig. im Archiv Görlitz, vgl. Niederlausitzer Magazin, Band 35, S. 345, 1859) zuerst erscheint und mit Matthäus von Haugwitz, 1474 auf Klein-Obisch, die Stammreihe beginnt. - W.: In Rot ein rechtshin-gekehrter schwarzer Widderkopf mit goldenen Hörnern.  Auf dem Helme mit rot-schwarzen Decken der Widder wachsend.«  (S. 171, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

#

»Haugwitz (Haugwitz-Hardenberg-Reventlow).  Meißnischer, über die Lausitz nach Schlesien gekommener Uradel mit gleichnamigem Stammhause im erzgebirgischen Kreis (eines Stammes mit denen von Rechenberg), der mit Sifridus de Hugwitz 1225 urkundlich (Orig. im Archiv Görlitz, vgl. Nieder-Lausitzer Magazin, Band 35, S. 345, 1859) zuerst erscheint und mit Matthäus von Haugwitz 1474, Herrn auf Klein-Obisch, die Stammreihe beginnt. - Böhmischer Freiherr Prag 4. Okt. 1723 (für die Brüder Georg Karl und Heinrich Wilhelm von Haugwitz, dessen Söhne die beiden Linien stifteten. -

1. Haus (Krappitz): Haugwitz-Hardenberg-Reventlow.  Evangelisch. - Preußischer Graf mit „Freiherr von Klein-Obisch“ Berlin 15. Okt. 1786 (für Christian Heinrich Curt Freiherrn von Haugwitz, Herrn auf Krappitz, Königl. preuß. St.- u. Kab.-Min.); dänischer Lehensgraf unter dem Namen „Haugwitz-Hardenberg-Reventlow“ durch Patent Kopenhagen 25. Nov. 1886. - W. (1786, Schild = Stammwappen): In Rot ein rechts-gekehrter schwarzer Widderkopf mit goldenen Hörnern.  Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit rot-schwarzen Decken; auf dem rechten und linken der Widder wachsend (Stammwappenhelm), auf dem mittleren ein schwarzer Flügel.

2. Haus (Namiest): Haugwitz.  Katholisch. - Österrreichischer Herrenstand 6. Nov. 1748; erbländisch-österreichischer Graf Wien 7. Dez. 1779 (für Karl Wilhelm Freiherrn von Haugwitz, Herrn der Grafschaft Namiest, K. K. Kämmerer und General-Feldzeugmeister). - W. (1779): = 1786, jedoch die Helme mit schwarz-goldenen Decken und der mittlere Helm mit einem von Gold über Schwarz geteilten Flügel.«  (S. 253 & 255, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942)

#

»Haugwitz.  Evangelisch und katholisch. - Meißnischer, über die Lausitz nach Schlesien gekommener Uradel mit gleichnamigem Stammhause im erzgebirgischen Kreise (eines Stammes mit denen von Rechenberg), der mit Andreas Hugovizt als Zeugen in einer Urkunde Herzogs Heinrich III. von Schlesien 2. Dez. 1257 zuerst erscheint. - W.: In Rot ein rechtsseitwärts gekehrter, goldgekrönter schwarzer Widderkopf mit gekrümmten goldenen Hörnern.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-schwarzen Decken der Widder wachsend, dessen Krone mit einem Busche schwarzroter Straußenfedern besteckt ist.«  (S. 280, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 7. Jg. 1906)

#

»Haugwitz.  Unter den vielen adel. Geschlechtern, die unter den ersten schles. Herzogen im 12. u. 13. Jahrh. vorzüglich aus d. Meißnischen u. der Oberlausitz nach Schlesien kamen, waren auch die v. Haugwitz.  Der älteste dieser Familie, Rüdiger v. H., kömmt 1235 in einem niederlausitzischen Briefe von Heinrich dem Erlauchten vor, und der älteste in Schlesien, auch Rüdiger, im J. 1289.  Von da an werden viele mit Auszeichnung genannt, besonders Johann v. H. (geb. 1524, + 1595) welcher, geistlichen Standes, 1542 nach Rom wallfahrtete, und 1555 zum Bischof von Meißen erwählt ward; dieser Würde entsagend, trat er 1581 zur evangel. Conf. über und verheirathete sich mit Agnes Freiin v. Haugwitz. - Von den vielen Häusern, in die sich dieses besonders in Schlesien zahlreiche Geschlecht theilte, waren zu Anfang des 18. Jahrh. die beiden Brüder Georg Karl und Heinrich Karl, Freiherren v. H., sehr angesehen.  Der erste, als kurf. sächs. und kön. poln. Generalmajor 1732 in den Grafenstand erhoben, stiftete mit s. niederschles. Gütern ein späterhin auf Krappitz translocirtes Fideicommiß.  Sein Sohn Friedr. Wilhelm, oberster Kanzler von Böhmen und Finanzminister der Kaiserin M. Theresia, errichtete des Fidei-Comm. Namiest in Mähren.  Da dessen einziger Sohn Otto Karl starb, so gingen diese Fidei-Comm. auf die Nachkommenschaft des obgenannten Grafen Heinrich Karl über.  Von dessen Söhnen fiel dem ältesten, Karl Wilhelm, das schlesische, dem jüngern, Heinrich Wilhelm, das mährische Fidei-Commiß zu.  Der berühmte kön. preuß. Staats- u. Cab.-Minister, Graf Heinrich Christian Kurt ist der Sohn von Karl Wilhelm.«  (S. 228, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg. 1836)

#

»Haugwitz, Hugewitz.  1) Ein freiherrliches und gräfliches sehr altes Geschl., das im Meißnischen, im Voigtlande, Preußen, in der Lausitz, Böhmen u. Mähren begütert war. - 2) Georg Carl und Heinrich Wilhelm von Haugwitz, wurden im October 1723 in den böhmischen Freiherren- u. Ersterer im September des Jahres 1733 in den böhmischen Grafenstand erhoben.  Die Linie des Letztern erlosch im Jahre 1765. von M. E., S. 1. u. S. 63. - 3) Der Kämmerer und Generalfeldwachtmeister, erhielt nach der v. d. Gr. Friedr. Wilh. von H. gemachten Disposition die Grafschaft Namiest, und wurde den 7. December im Jahre 1779 in den Grafenstand erhoben.  Wißgrill, IV. 207. 210. - 4) Johann Wenzel v. H., auf Pischkowitz in der Grafschaft Glatz, wurde den 21ten Januar im J. 1780 in den preußischen Grafenstand erhoben. - 5) Der preußische Geheime- Staats- und Cabinets-Minister Christian Heinrich Carl, ward preußischer Graf v. Haugwitz, Freiherr zu Krappe, am 15ten October im Jahre 1786.  Des letztern Wappen findet man in Tyroff, B. II. fol. 286.  Sinap., I. Th. S. 436. II. Th. S. 662-672.  Estors Ahnenpr. S. 41 und f.  Gauhe, I. S. 596-601.  Hermanni Prax. herald. mystic.  J. Balbini Memoriae et documenta quaedam gen. stirp. her. Haugw. in Königs Adelshist. S. 475-83.  T. Eisenmengers u. Wagners kurzer gründlicher Bericht, von der eigentlichen An- und Herkunft des uralten adl. Stammes der von Haugwitz, sammt ihrem Symbol, das ihnen Karl der G. gegeben, ebend. S. 483-94.  Königs Verbesserung einiger irrigen Stellen in der Genealogie derer v. H., in Horns Handbibliothek, VIII. Th. S. 876-79.  Neues genealogisches Handbuch, 1777. S. 241. und II. 78. S. 296.  Nachtr. S. 64.  Von M. O., S. 20.  Siebmacher, I. Th. S. 52. N. 14 und S. 153. N. 7.  Köhne, a. g. N.«  (S. 518, Hellbach, Adels-Lexikon, 1. Band, 1825)

#

»Haugwitze.  Ein ansehnliches Geschlechte, seynd aber meines Theils in der Laußnitz vnd Schlesien jetzo gesessen, vnd was sie vor Güter in Meyssen, als zu Taucha, Hirschstein, Flosberg, Seiffersdorff, vnd andere örter gehabt, zum meisten verkaufft, vnd in andere Hände gerahten.

Jetzo seynd nochmals Hans Ernst von Haugwitz Praesident vnd Thumbprobst zu Zeitz, vnd Herr Christoff Heuptmann zu Wurtzen vnd Thumbprobst zu Budissen.

Christoff von Haugwitzen vff Putzkaw vnd Heuptmann zu Dreßkaw Söhne in fürnemen Ansehen.

Der Name soll so viel, als Hugonis lumen heissen, ist ein Vandalisch Wort, auch wol solcher vnd vhralter Ankunfft, Jn den Schlesischen vnd Böhmischen Historien wird dessen zu etlichen malen, vnd rühmlichen gedacht, vnd inbesonder in dem Einfall der Tartarn in Schlesien Anno 1240. da Heinricus Pius sich derselben vor des Landes Wolfahrt vorgeworffen, vnd beneben seinem besten Adel, vnter denen Caspar von Haugwitz in der Schlacht vor der Lignitz erlegt worden.  Bey Uladislao Loitico König in Polen ist Sigismund von Haugwitz in sondern Gnaden vnd dessen Oberster gewesen, so auch bey Breßla erlegt, So wol Christoff von Haugwitz, bey König Matthias in Vngarn in grossem Ansehen, als bey deme er sich von seiner Jugend hero auffenthalten.

Zu denen aber so sich vmb vnser landesfürstliche Obrigkeit woluerdienet, zu schreiten, ist nicht ohne, Nicol von Haugwitz Heuptmann zu Pegaw, vnter Marggraff Friederichen den Streitbaren, sich tapffer vnd wol verhalten, in deme er denselben bey Landen vnd Leuten schutzen vnd vertheidigen helffen, So wol Ernst von Haugwitz, so Anno 1425. in der Schalcht für Aussig sich rittermessig vor das Haus Sachsen erzeiget.  Denn George von Haugwitz Churfürst Friederichs des Andern fürnemer Raht vnd Cantzler sonsten Dechant zu Meissen, Wie denn auch aus diesem Geschlecht jhr drey zu bischofflichen Digniteten im Stifft Zeitz vnd Naumburg erhoben, vnd Herr Johann von Haugwitz zu Meyssen Bischoff, demselben Stifft lange zeit löblichen vorgestanden, hernacher dauon abgetretten, sich beweibet, vnd vff Möglen im Schloß Rugethal sein Leben in hohem Alter geendet.«  (p. 84, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


zurück